Führungen und Gespräch im Rahmen der Azteken-Ausstellung im Linden-Museum Stuttgart

Die Große Landesausstellung anlässlich des 500. Jahrestags der Landung des spanischen Eroberers Hernán Cortés im Golf von Mexiko, eröffnet einen neuen, vertiefenden Blick auf die Kultur der Azteken. Beginnend mit der Peripherie des aztekischen Imperiums (ca. 1430–1521 n. Chr.) und der natürlichen und kulturellen Vielfalt Mexikos, nähern wir uns dem Inneren des Reiches und seiner Hauptstadt Tenochtitlan.

 

Eine Kooperationsveranstaltung des Linden-Museums Stuttgart, des Katholischen Bildungswerks und der Evangelischen Kirche in der City

(Anmeldung erforderlich.)

 

Mittwoch, 13.11.2019, 19:15-21.30 Uhr, Linden-Museum, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart

Azteken. Erschaffung und Erhaltung der Welt

 

Es sind in besonderer Weise Mythen und Rituale, die Einblick geben in die Ordnungen und in die Selbsterhaltungsmechanismen einer Zivilisation.
So streng die Gesellschaft in soziale Schichten, Herrschafts- und Funktionsebenen gegliedert war, so rigide war die Ordnung der gesamten Welt. Tägliche Kult- und Opferhandlungen in den Familien waren ebenso bestimmend wie der staatliche durch Priester und Adel organisierte Kult in den Tempelbezirken, zu dem auch Menschenopfer gehörten.

Aus religionswissenschaftlicher und ethnologischer Perspektive sind diese Wechselwirkungen von Mythos, Opfer und Ordnung nicht nur regionale sondern kulturübergreifende Erscheinungen. Brauchen Gesellschaften Opfer zum Selbsterhalt?

Führung und Gespräch mit N.N., Religionswissenschaftler, Prof. Dr. Inés de Castro, Direktorin Linden-Museum, Dr. Doris Kurella, Fachreferentin Latein- und Nordamerika, Roland Weeger, Leiter Kath. Bildungswerk, Pfr. Eberhard Schwarz, Ev. Kirche in der City

 

Kostenbeitrag: 14,00 €

Anmeldung erforderlich bis 08.11.19: Kath. Bildungswerk, Tel. 0711 / 70 50 600, info@kbw-stuttgart.de, www.kbw-stuttgart.de

 

Mittwoch, 29.01.2020, 19:15-21.30 Uhr, Linden-Museum, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart

Azteken. Kolonialisierung und Inspiration?

„Kolonialisierung“ wird oft gleichgesetzt mit Unterwerfung und Ausbeutung der ansässigen Bevölkerung bis hin zu deren Vertreibung oder sogar Vernichtung. Die Geschichte der Inbesitznahme Mittelamerikas durch Europäische Kolonialmächte ist geprägt von der Überzeugung, unterworfenen Ethnien gegenüber kulturell überlegen zu sein und Ihnen „Zivilisation“ zu bringen. Die Azteken ihrerseits waren vor der spanischen Eroberung eine massive regionale Kolonialmacht.

Die Große Landesausstellung „Azteken“ des Linden-Museums entlarvt überkommene eurozentristische Sichtweisen, indem sie einen neuen Blick auf die Kultur der Azteken und deren Potentiale eröffnet. Sie stellt damit zugleich die Frage, in welchen Bereichen kulturelle Begegnung und kultureller Austausch zwischen spanischen Eroberern und Azteken stattfand und wo – inspiriert durch Begegnung und Austausch - vielleicht sogar Neues entstehen konnte. Welche Auskünfte geben unterschiedliche kulturelle Ausdrucksformen wie Landwirtschaft und Ernährung, Kunst, Medizin und Astronomie?

Führung und Gespräch mit Prof. Dr. Inés de Castro, Direktorin Linden-Museum, Dr. Doris Kurella, Fachreferentin Latein- und Nordamerika, Roland Weeger, Leiter Kath. Bildungswerk, Pfr. Eberhard Schwarz, Ev. Kirche in der City

Kooperation: Linden-Museum Stuttgart, Ev. Kirche in der City, Kath. Bildungswerk

Kostenbeitrag: 14,00 €

Anmeldung erforderlich bis 24.01.20: Kath. Bildungswerk, Tel. 0711 / 70 50 600, info@kbw-stuttgart.de, www.kbw-stuttgart.de