Vita Contemplativa

Kurzvortrag – Stillemeditation – Gespräch in der Hospitalkirche

Das Christentum lebt aus einem Jahrtausende alten, reichen Schatz spiritueller Erfahrungen. Die Vita Contemplativa lädt ein zu einer Begegnung mit berühmten Texten, Meditationen und geistlichen Übungen. Eintritt frei.

 

Jeweils dienstags, 18:00 Uhr bis ca. 19:30 Uhr.

 

Leitung: Pfarrer Siegfried Finkbeiner, Thomas Moser, Pfarrer Ital Schadewaldt, Pfarrer Eberhard Schwarz

Die nächsten Termine:

Dienstag, 12. September 2017, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Elisabeth von Dijon – Der Himmel ist in mir

Geboren 1880 in Bourges (Mittel-Frankreich), trat Elisabeth von der Dreifaltigkeit 1901 in den Karmel von Dijon ein. Nach langer Krank­heit starb sie bereits 1906, hinterließ aber ein umfangreiches Werk von Traktaten, Tage­buchaufzeichnungen, Briefen und Gedichten, das zu einer Spiritualität der Laien beiträgt.

MIT Thomas Moser

 

Dienstag, 26. September 2017, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Marie Luise Kaschnitz – »… aber wer bin ich denn dass«

Ist der Dichterin Gott zu groß, dass sie ihn nicht mehr loben kann? Ist Gott noch der lie­bende Vater? Oder ist der Aufbruch aus den Trümmern Anlass, nach einem fremden Gott zu suchen? Doch will sie mit innerem Lächeln das Ganze des »elenden herrlichen Lebens ins Licht des Ewigen rücken, dass es zu klin­gen beginnt in der Stille«.

MIT Ital Schadewaldt

 

Dienstag, 10. Oktober 2017, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Eugène Guillevic – Von der Stille

Die Erkundung der Stille ist ein wiederkeh­rendes Motiv der Gegenwartsliteratur und -dichtung. Eine der sensibelsten und in der französischen Nachkriegsliteratur wichtigs­ten Stimmen ist die des Bretonen Eugène Guillevic. Vom Requiem für die Welt, deren Erfahrbarkeit zu verschwinden droht, führt sein Weg zur Erforschung der Stille des Seienden.

MIT Eberhard Schwarz

 

Dienstag, 07. November 2017, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Daisetz T. Suzuki – Die große Befreiung

Als junger Mann nahm D. T. Suzuki am 1. Welt­parlament der Religionen 1893 teil. Fortan sah er sich als Vermittler zwischen östlichen und westlichen spirituellen Wegen. Seine Einführung in den Zen-Buddhismus enthält ein ausführliches Geleitwort von C. G. Jung.

MIT Siegfried Finkbeiner

 

Dienstag, 05. Dezember 2017, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Frère Roger Schutz - Kampf und Kontemplation

Das Konzil der Jugend 1974 machte Taizé als Wallfahrtsort für die Jugend weltweit bekannt. In fast allen Ländern werden seither Taizé-Lieder gesungen. Konfession und Welt­anschauung spielen keine Rolle, Menschen beten, singen und handeln im Geiste Jesu.

MIT Siegfried Finkbeiner

 

Dienstag, 19. Dezember 2017, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Wüstenmütter – »Herr, gib mir Kraft!«

So betet beharrlich die Wüstenmutter Sarrha um den nächsten kleinen Schritt im irdi­schen Leben. Die Wüstenmütter waren starke Frauen, die um die Schwierigkeiten des Lebens wussten. Ihre Weisheit ließ sie Weg­führerinnen der Seelen, geistliche Hebam­men sein. Sie tun, was sie raten: achtsam auf sich sein, nicht urteilen, maßhalten und die Geister unterscheiden.

MIT Ital Schadewaldt

 

Dienstag, 09. Januar 2018, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Dom Hélder Câmara – Anwalt der Armen

Aus einem »passiven« Christentum brach der lateinamerikanische Priester und Bischof Dom Hélder Câmara (1909 – 99) auf zu einem Leben als prophetischer Mahner für sozi­ale Gerechtigkeit und Menschenrechte und stand doch auch jede Nacht um zwei Uhr früh auf, um zu beten.

MIT Dr. Ulrike Voigt

 

Dienstag, 23. Januar 2018, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Henri Bergson – Was ist Intuition?

Bergson (1859 – 1941), französischer Philosoph, Nobelpreisträger 1928, steht in der Tradition europäischen Denkens für eine Kritik der Wahrnehmung und des Intellekts, die tief hineinreicht in die Philosopie, in die Kunst, in die Spiritualität. Die klassischen Formen der Erkenntnis entstellen und zerstückeln den Gegenstand. Stattdessen machen Intuition und die Konzentration auf unsere eigene Gegenwart das Wesen des Lebendigseins, Gott selbst als schöpferisches Prinzip erschließbar.

MIT Eberhard Schwarz

 

Dienstag, 06. Februar 2018, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Pierre Teilhard de Chardin – Evolution als Heilsgeschichte

Als Naturwissenschaftler und Mystiker brachte er Theologie und Naturwissenschaften ins Gespräch. »Ich glaube, daß die Evolution auf den Geist hingeht. Ich glaube, daß der Geist sich im Personalen vollendet.« Für ihn hat das Werden in der Zeit ein Ziel, die Vereinigung mit Gott. Und dann wird jeder Tropfen im Meer nicht aufgelöst, sondern respektiert und als wichtiger Teil gewürdigt.

MIT Ital Schadewaldt

 

Dienstag, 27. Februar 2018, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Michel de Certeaus Mystische Fabel

In seiner 2010 erstmals auf Deutsch erschienenen Studie »Mystische Fabel« beschreibt der französische Jesuit, Historiker und Theologe Michel de Certeau (1925 – 86) den Einfluss der Mystiker der frühen Neuzeit auf die geistig-politischen Auseinandersetzungen um die Moderne.

MIT Thomas Moser

 

Termine ab März 2018

Dienstag, 13. März 2018, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Bernhard Welte - Das Licht des Nichts - von der Möglichkeit neuer religiöser Erfahrung

Die Abwesenheit Gottes ist ein Lebensgefühl vieler Menschen unserer Zeit. Bernhard Welte zeigt, dass diese religiöse Krise ein verändertes ganzheitlicheres Bewusstsein hervorbringen kann.

MIT Siegfried Finkbeiner

 

Dienstag, 17. April 2018, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Elisabeth Cruciger – Frauen erneuern die Spiritualität

Was wäre aus der Reformation geworden ohne die starken Frauen? Nur ein einziges Lied ist in unserem Gesangbuch von der ersten protestantischen Dichterin Elisabeth Cruciger (1500-1535). Doch ihr Lied zeigt, die Frauenmystik gehört zur Reformation, zumal das Herz der evangelischen Tradition mystisch schlägt. Es lohnt sich ihren reformatorischen Impulsen auch für unsere Spiritualität nachzusinnen.

MIT Ital Schadewaldt

 

Dienstag, 24. April 2018, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Les Murray – Heilungen in der Mitte des Tages

Die Gabe des Dichters bestehe darin, das Religiöse und Göttliche in jeden Kontext einzuweben, ohne den Boden zu verlieren (Holger Pils über Les Murray). Murray, Jahrgang 1938, gilt als wichtigster zeitgenössischer Dichter Australiens. Er ist ein Apologet der Natur, der Bauern, der harten Dinge des Alltags, der seine Lyrik „To the Glory of God“ schreibt.

MIT Eberhard Schwarz

 

Dienstag, 08. Mai 2018, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Evagrius Ponticus über das Gebet

Der „Theologe der Wüste“, wie Evagrius Ponticus (ca. 345-399) auch bezeichnet wird, spricht in fast allen seinen Schriften auch über das Gebet. Mit seinem Traktat De Oratione hat er diesem Thema ein eigenes Werk gewidmet, das bis heute ein Klassiker vor allem der ostkirchlichen Spiritualität geblieben ist.

MIT Thomas Moser

 

Dienstag, 12. Juni 2018, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Erleuchtung

In allen Religionen spricht man von umfassenden und den ganzen Menschen ergreifenden religiösen Phänomenen, die eine neue Dimension in das Leben bringen können. Wie redet man von Erfahrungen, für die es kaum Worte gibt, wo man eher schweigen sollte?

MIT Siegfried Finkbeiner

 

Dienstag, 26. Juni 2018, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Franz Dodel - eigenartig wie rastlos wir unterwegs sind

Unter dem Titel "Nicht bei Trost" schreibt Franz Dodel (geb. 1949), Schweizer Schriftsteller und Theologe (Promotion über das frühe Mönchtum in Ägypten) an einem mehrfach ausgezeichneten "never-ending Haiku", dem Zeugnis einer sensiblen, immer wieder überraschenden spirituellen Erkundungsreise zu Gott, Welt, Ich - ohne den Zwang, ankommen zu müssen.

MIT Eberhard Schwarz

 

Dienstag, 10. Juli 2018, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Jakob Böhme – naturnaher Mystiker und Theosoph

Jakob Böhmes (1575-1624) Anliegen war es, dem Bedürfnis nach einer tiefgreifenden spirituellen und philosophischen Erneuerung Ausdruck zu verleihen. Er wirft Fragen auf, die heute noch aktuell sind. Mit deutlichen Worten wandte er sich gegen Krieg und Gewalt. Die Welt als Ganzes sehen und Gegensätze vereinen - das war die Maxime des universalen Theosophen und naturnahen Mystikers.

MIT Ital Schadewaldt

 

Dienstag, 24. Juli 2018, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Die Bedeutung des Mystischen für Wittgensteins Ethik

Ludwig Wittgenstein (1889-1951) war einer der einflussreichsten Philosophen des letzten Jahrhunderts. Über seine gesamte philosophische Entwicklung hinweg hat er sich mit Problemen der Ethik beschäftigt und dabei auch deren mystische Seite betrachtet.

MIT Thomas Moser