Vita Contemplativa

Das Christentum lebt aus einem Jahrtausende alten, reichen Schatz spiritueller Erfahrungen. Die Vita Contemplativa lädt ein zu einer Begegnung mit berühmten Texten, Meditationen und geistlichen Übungen.

Kurzvortrag - Stille-Meditation - Gespräch. Eintritt frei.

 

Jeweils dienstags, 18:00 Uhr bis ca. 19:30 Uhr.

 

Leitung: Pfarrer Reinhard Brandhorst, Pfarrer Siegfried Finkbeiner, Thomas Moser, Pfarrer Ital Schadewaldt, Pfarrerin Friedhild Schießwohl, Pfarrer Eberhard Schwarz

Die nächsten Termine:

Dienstag, 4. April 2017, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Reinhold Schneider – Charismatiker der Untröstlichkeit!

Im dritten Reich hatte er Schreibverbot. Die Welt war für ihn auch nach dem Krieg ein “Winter” in den Auseinandersetzungen um Atomkraft und Atombewaffnung. Er schreibt: “Unsere Aufgabe wäre: dem Unglauben an die Macht den Glauben an die Machtlosigkeit entgegen zu setzen. Dem wollen wir nachspüren.” Mit Ital Schadewaldt

 

Dienstag, 25. April 2017, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

T.S. Eliot: In meinem Ende ist mein Anfang - vom spirituellen Überleben in der Moderne

Die "Vier Quartette" gehören zum Spätwerk des Literaturnobelpreisträgers und Erneuerers der Dichtung des 20. Jahrhunderts T.S. Eliot (1888-1965). Es ist die Frage nach dem spirituellen Überleben im "öden Land" der Moderne, die Eliot immer tiefer hineinführt in die Räume und Traditionen mystischen Denkens und Sprechens. „Halt in einer haltlosen Welt bietet nur die jeder Gewissheit sich entäußernde Umkehr, der meditative Weg nach innen, in die dunkle Nacht der Seele" (Norbert Hummelt). Mit Eberhard Schwarz

 

Dienstag, 9. Mai 2017, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Theologia Deutsch - "Der Frankfurter"

Martin Luther hat diese Schrift als eine seiner ersten 1516 in Druck gegeben und sie neben der Bibel und St. Augustin als ihm wichtigstes Buch bezeichnet. Sie gilt als eine Grundschrift der spätmittelalterlichen deutschen Mystik und steht doch in Spannung zu anderen Kernaussagen Luthers. Mit Siegfried Finkbeiner

 

Dienstag, 30. Mai 2017, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Jesse Thoor: Da ruft einer und schreit: - Hochherrliche Zeit! / Ich bin blank und bloß. Aber mein Engel ist groß.

Unter dem Pseudonym Jesse Thoor schrieb Peter Karl Höfler (1905-1952) als existenzieller Mahner und Rufer mit unsteter Biographie Gedichte voller schlichter Schönheit und tiefgründiger Spiritualität. Ein Visionär des einfachen Christentums, als Dichter verehrt von Elias Canetti, Johannes Bobrowski und vielen anderen – und doch bis heute einer der großen Unbekannten religiöser Lyrik. Mit Eberhard Schwarz

 

Dienstag, 27. Juni 2017, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Der Ochse und sein Hirte

Es ist der populärste Bildzyklus des Zen-Buddhismus. Die 10 Bilder zeigen einen Erfahrungs- und Übungsweg, der sich seit dem 5. Jahrhundert vor allem in China und Japan entwickelt hat. Unabhängig von Wort und Schrift zielt er auf das Herz des Menschen, auf die Öffnung für eine unmittelbare Erfahrung. Mit Siegfried Finkbeiner

 

Dienstag, 4. Juli 2017, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Antonio Machado – “Suche nach Gott im Nebel.”

Die Suche nach Gottes Liebe zu dieser Welt ist Thema dieses großen Dichters Spaniens. Seine Suche nach Gott macht ihn zu einem Mystiker ohne Kirche. Seinem Glauben an eine spirituelle Wirklichkeit, die der sichtbaren Wirklichkeit entgegensteht, wollen wir nachgehen. Mit Ital Schadewaldt

 

Dienstag, 18. Juli 2017, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Alois Mager – Mystik als seelische Wirklichkeit

Geboren 1883 bei Rottweil, trat Alois Mager 1903 in die Benediktiner-Erzabtei Beuron ein. Zuletzt lehrte er als o. Professor in Salzburg und legte mit dieser Schrift über die Psychologie der (spanischen) Mystik kurz vor seinem Tod 1946 seine Lebensarbeit vor. Mit Thomas Moser