Vita Contemplativa

Kurzvortrag – Stillemeditation – Gespräch in der Hospitalkirche

Das Christentum lebt aus einem Jahrtausende alten, reichen Schatz spiritueller Erfahrungen.

Die Vita Contemplativa lädt ein zu einer Begegnung mit berühmten Texten, Meditationen und geistlichen Übungen. Kostenbeitrag entfällt.

Jeweils dienstags, 18:00 Uhr bis ca. 19:30 Uhr. Leitung: Dr. Katrin Köhl, Pfarrer Siegfried Finkbeiner, Thomas Moser, Pfarrer Dr. Armin Münch, Pfarrer Eberhard Schwarz

Dienstag, 13.04.2021, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Pseudo-Dionysius Areopagita

Die Veranstaltung muss leider pandemiebedingt entfallen. Wir bemühen uns, sie zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen (geplanter Ersatztermin: 18.05.2021).

Noch heute gibt Pseudo-Dionysius Areopagita den Wissenschaftler*innen Rätsel auf. Diese Persönlichkeit des frühen 6. Jahrhunderts schuf den Ausdruck »mystische Theologie«, ist aber immer noch nicht identifiziert. Und obwohl Dionysius ein östlicher Mystiker war, hatte er großen Einfluss auf den lateinischen Westen. So wird er auch als der Kirchenvater der Mystik angesehen.

Mit Thomas Moser

 

Dienstag, 20.04.2021, 18:00-19:30 Uhr

Birgitta von Schweden – Die Mütterlichkeit Gottes in der mittelalterlichen Marienmystik
Die Veranstaltung muss leider pandemiebedingt entfallen. Wir bemühen uns, sie zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

Birgitta von Schweden (1303-1373), eine der bekanntesten Prophetinnen des Mittelalters und sehr umstrittene Heilige, entwickelte in ihren »Offenbarungen« ein Bild von Maria als zugleich menschlicher und göttlicher Mutter. In ihren Visionen werden Maria und Christus nicht nur auf eine Stufe gehoben, sondern verschmelzen nahezu zu einer Einheit. So ist der Grundstein gelegt für das Bild eines nicht nur väterlichen, sondern auch mütterlichen Gottes, das bis heute, nicht nur in der feministischen Theologie, eine bedeutende Rolle spielt.

Mit Dr. Kathrin Köhl

 

Dienstag, 11.05.2021, 18:00-19:30 Uhr

Christian Wagner: Ein Stück Ewigkeitsleben
Die Veranstaltung muss leider pandemiebedingt entfallen. Wir bemühen uns, sie zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

Er gilt als Poet der Blumen, des Waldes und überhaupt der Natur, mit deren Geschöpfen er in dauerndem Wechselgespräch stand. Er war zugleich Grenzgänger des christlichen Glaubens mit Liebe zur asiatischen Spiritualität und fasste seine religiöse Überzeugung in einem eigenen Katechismus zusammen. Ein Visionär, heute aktueller denn je.

Mit Siegfried Finkbeiner

 

Dienstag, 08.06.2021, 18:00-19:30 Uhr

Der Bodensee als spirituelle Landschaft

Das »Schwäbische Meer« ist eine uralte Kulturlandschaft, wovon die Pfahlbauten in Unteruhldingen oder die romanischen Kirchen der Reichenau zeugen. Diese kleine mediterran anmutende Region im Süden Baden-Württembergs war der Wirkungsort des irischen Missionars Gallus, die Heimat des Mystikers Heinrich Seuse (1295-1366) und der letzte Wohnort des jüdischen Philosophen Fritz Mauthner (1849-1923), dem »Buddha vom Bodensee«. Im 20. Jahrhundert gab es einen Aufbruch alternativer künstlerischer Lebensformen, der aber ab den 1960er Jahren unter die Räder des Tourismus kam. Wir meditieren Gedanken von Bodensee-Bewohnern und -Besucher*innen wie Suso, Hölderlin, Hesse, Mauthner, Ziegler, Zender und Walser.

Mit Dr. Armin Münch

 

Dienstag, 22.06.21, 18:00-19:30 Uhr

Jan Skácel: Für alle die im Herzen barfuß sind

Jan Skácel (1922-1989) gehört zu den wichtigsten Stimmen der tschechischen Dichtung. Inmitten einer erschütterten Welt sind es Alltagsbeobachtungen, die die Tür in ein Anderes öffnen. Die großen existenziellen, geistlichen und politischen Themen des menschlichen Seins entfalten sich in einem feinen Spiel von Anwesenheit und Abwesenheit – vermittelt durch die Stille, den Rhythmus und den Klang einer in der Tiefe berührenden Sprache.

Mit Pfarrer Eberhard Schwarz

 

Dienstag, 13.07.21, 18:00-19:30 Uhr

Kontemplation bei Gregor dem Großen

Gregor der Große (um 540-604) gilt als einer der bedeutendsten Päpste. In ihm fand die antike Tradition der Kontemplation, die ihre Wurzeln in der griechischen Philosophie hat und im Christentum weiterentwickelt wurde, einen herausragenden Repräsentanten. In seinen Schriften befasste er sich oft mit diesem Thema.

Mit Thomas Moser