Vita Contemplativa

Kurzvortrag – Stillemeditation – Gespräch in der Hospitalkirche

Das Christentum lebt aus einem Jahrtausende alten, reichen Schatz spiritueller Erfahrungen.

Die Vita Contemplativa lädt ein zu einer Begegnung mit berühmten Texten, Meditationen und geistlichen Übungen. Kostenbeitrag entfällt.

Jeweils dienstags, 18:00 Uhr bis ca. 19:30 Uhr.Leitung: Pfarrer Siegfried Finkbeiner, Thomas Moser, Pfarrer Ital Schadewaldt, Pfarrer Eberhard Schwarz

Einzelne Termine können aufgrund der aktuellen Gesundheitslage ausfallen. Aktuelle Infos finden Sie unter Veranstaltungen.

 

 

Dienstag, 21.07.2020, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Pseudo-Dionysius Areopagita

Noch heute gibt Pseudo-Dionysius Areopagita den Wissenschaftlern Rätsel auf. Diese Persönlichkeit des frühen 6. Jahrhunderts schuf den Ausdruck »mystische Theologie«, ist aber immer noch nicht identifiziert. Und obwohl Dionysius ein östlicher Mystiker war, hatte er großen Einfluss auf den lateinischen Westen. So wird er auch als der Kirchenvater der Mystik angesehen.

Mit Thomas Moser

Der Termin wird auf den 21.01.2021 verschoben.

 

Dienstag, 22.09.2020, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Dietrich Bonhoeffer und die Arkandisziplin

Vor 75 Jahren, am 9. April 1945 wurde Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenbürg als einer der letzten Verschwörer des 20. Juli hingerichtet. In den vorangehenden Jahren der nationalsozialistischen Diktatur, als Pfarrer der Bekennenden Kirche, im politischen Widerstand gegen Hitler und während seiner Haftzeit sah sich Bonhoeffer genötigt, über das Verhältnis von politischem Widerstand und Bekenntnis nachzudenken. Seine Überlegungen über das Christsein in der Welt, über die Rolle von Bekenntnis und Tat, von Spiritualität und Leben führen weit über die unmittelbaren politischen Gegebenheiten hinaus.

Mit Eberhard Schwarz

 

Dienstag, 06.10.2020, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Die mystische Nacht bei Gregor von Nyssa

Gregor von Nyssa (335-395) gehört zu den eindringlichsten und originärsten Denkern der griechischen Christenheit und gilt als einer der bedeutendsten mystischen Theoretiker der Alten Kirche. Er ist der erste christliche Theologe, der von der mystischen »Nacht« spricht.

Mit Thomas Moser

 

Dienstag, 20.10.2020, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Manfred Jossutis - Religion als Handwerk

Im Umgang mit dem Heiligen wird der Mensch zum »Personanzraum von Gotteskraft«. Fasten, Beten, Opfern, Segnen oder Heilen sind Handlungen, durch die der Mensch im Bereich der Religion aktiv werden kann. Nach Jossutis ist viel mehr zwischen Himmel und Erde möglich, als aufgeklärte Zeitgenossen sich träumen lassen.

Mit Siegfried Finkbeiner

 

Dienstag, 10.11.2020, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Martin Schleske - Lauschen auf den Klang des Lebens

Martin Schleske (*1965) ist einer der großen Geigenbauer der Gegenwart. Das allmähliche Entstehen einer Geige vom Auffinden des geeigneten Holzes bis zur Lackierung des fertigen Instruments ist dabei für ihn ein Gleichnis für den Weg des Menschen zu sich selbst und zu Gott. Mit der Suche nach dem guten, heilsamen Klang verbinden sich für Schleske die Sehnsucht nach Gott und die Frage nach den Geheimnissen des Lebens wie des Glaubens.

Mit Dr. Katrin Köhl

 

Dienstag, 24.11.2020, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Johann Gottlieb Fichte - Die Anweisung zum seligen Leben

Der Philosoph Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) gilt als der Vater des Deutschen Idealismus, einer bedeutenden Denkschule, die alle Welterkenntnis aus dem »Ich« ableitete. Er selber verstand sich als christlicher Denker. Gegner sahen ihn allerdings als »Atheisten«. Manche seiner Aussagen rühren an Gedanken der mittelalterlichen Mystik oder des Buddhismus. Wir werden uns seine populäre Schrift »Die Anweisung zum seligen Leben« von 1806 näher anschauen.
Mit Dr. Armin Münch

 

Dienstag, 08.12.2020, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Ana Blandiana: Kirchen haben keine Dächer sondern Flügel

Ana Blandiana gehört zu den starken, unabhängigen Stimmen der rumänischen Gegenwartsdichtung. Der Vater war Lehrer und orthodoxer Priester. Während der kommunistischen Diktatur erlebt sie Schreibverbote und Hausarrest. Schreiben ist ihr bis heute eine Form des Widerstands und zugleich eine Erschließung ihrer spirituellen Wurzeln.

Mit Eberhard Schwarz

 

Dienstag, 12.01.2021, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Pseudo-Dionysius Areopagita

Noch heute gibt Pseudo-Dionysius Areopagita den Wissenschaftler*innen Rätsel auf. Diese Persönlichkeit des frühen 6. Jahrhunderts schuf den Ausdruck »mystische Theologie«, ist aber immer noch nicht identifiziert. Und obwohl Dionysius ein östlicher Mystiker war, hatte er großen Einfluss auf den lateinischen Westen. So wird er auch als der Kirchenvater der Mystik angesehen.

Mit Thomas Moser

 

Dienstag, 26.01.2021, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Carl Albrecht: Psychologie des mystischen Bewusstseins

Carl Albrecht 1902-65 setzte in seiner Arztpraxis meditativ-therapeutische Methoden ein und studierte dabei das »Versunkenheitsbewusstsein« seiner Patient*innen. Daraus entstand nach längerem Selbstversuch seine »Kritische Analyse der mystischen Erkenntnisstruktur«. Damit versuchte er die Phänomene des mystischen Bewusstsein möglichst präzise zu beschreiben und nachvollziehbar zu machen, was nicht nur im christlichen, sondern auch im buddhistischen Kontext aufgenommen wurde.

Mit Siegfried Finkbeiner