Vita Contemplativa

Kurzvortrag – Stillemeditation – Gespräch in der Hospitalkirche

Das Christentum lebt aus einem Jahrtausende alten, reichen Schatz spiritueller Erfahrungen.

Die Vita Contemplativa lädt ein zu einer Begegnung mit berühmten Texten, Meditationen und geistlichen Übungen. Kostenbeitrag entfällt.

Jeweils dienstags, 18:00 Uhr bis ca. 19:30 Uhr.Leitung: Pfarrer Siegfried Finkbeiner, Thomas Moser, Pfarrer Ital Schadewaldt, Pfarrer Eberhard Schwarz

Einzelne Termine können aufgrund der aktuellen Gesundheitslage ausfallen. Aktuelle Infos finden Sie unter Veranstaltungen.

 

Dienstag, 21.04.2020, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Dietrich Bonhoeffer und die Arkandisziplin

Vor 75 Jahren, am 9. April 1945 wurde Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenbürg als einer der letzten Verschwörer des 20. Juli hingerichtet. In den vorangehenden Jahren der nationalsozialistischen Diktatur, als Pfarrer der Bekennenden Kirche, im politischen Widerstand gegen Hitler und während seiner Haftzeit sah sich Bonhoeffer genötigt, über das Verhältnis von politischem Widerstand und Bekenntnis nachzudenken. Seine Überlegungen über das Christsein in der Welt, über die Rolle von Bekenntnis und Tat, von Spiritualität und Leben führen weit über die unmittelbaren politischen Gegebenheiten hinaus.

Mit Eberhard Schwarz

 

Dienstag, 05.05.2020, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Johann Gottlieb Fichte - Die Anweisung zum seligen Leben

Der Philosoph Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) gilt als der Vater des Deutschen Idealismus, einer bedeutenden Denkschule, die alle Welterkenntnis aus dem »Ich« ableitete. Er selber verstand sich als christlicher Denker. Gegner sahen ihn allerdings als »Atheisten«. Manche seiner Aussagen rühren an Gedanken der mittelalterlichen Mystik oder des Buddhismus. Wir werden uns seine populäre Schrift »Die Anweisung zum seligen Leben« von 1806 näher anschauen.
Mit Dr. Armin Münch

 

Dienstag, 19.05.2020, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Manfred Jossutis - Religion als Handwerk

Im Umgang mit dem Heiligen wird der Mensch zum »Personanzraum von Gotteskraft«. Fasten, Beten, Opfern, Segnen oder Heilen sind Handlungen, durch die der Mensch im Bereich der Religion aktiv werden kann. Nach Jossutis ist viel mehr zwischen Himmel und Erde möglich, als aufgeklärte Zeitgenossen sich träumen lassen.

Mit Siegfried Finkbeiner

 

Dienstag, 30.06.2020, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Maurice Maeterlinck – das Schweigen

Maeterlinck (1862 - 1949) war ein belgischer Schriftsteller und Dramatiker französischer Sprache. In seinem Buch »Der Schatz der Armen« geht es um das Schweigen, in dem sich die Seelen baden »wie Gold und Silber im lauteren Wasser... Das Schweigen umgibt uns und ist auch in unserem Inneren. Das ist das Geheimnis des Schweigens ..., nur in ihm erschließen sich nur für Augenblicke die unerwarteten ewigen Blüten« der Seelen. Nachdenken über das Schweigen ist gerade in der heutigen Zeit wichtig.

Mit Ital Schadewaldt

 

Dienstag, 21.07.2020, 18:00-19:30 Uhr, Hospitalkirche, Büchsenstr. 33

Pseudo-Dionysius Areopagita

Noch heute gibt Pseudo-Dionysius Areopagita den Wissenschaftlern Rätsel auf. Diese Persönlichkeit des frühen 6. Jahrhunderts schuf den Ausdruck »mystische Theologie«, ist aber immer noch nicht identifiziert. Und obwohl Dionysius ein östlicher Mystiker war, hatte er großen Einfluss auf den lateinischen Westen. So wird er auch als der Kirchenvater der Mystik angesehen.

Mit Thomas Moser