Vita Contemplativa

Kurzvortrag – Stillemeditation – Gespräch in der Hospitalkirche

Das Christentum lebt aus einem Jahrtausende alten, reichen Schatz spiritueller Erfahrungen.

Die Vita Contemplativa lädt ein zu einer Begegnung mit berühmten Texten, Meditationen und geistlichen Übungen. Kostenbeitrag entfällt.

Jeweils dienstags, 18:00 Uhr bis ca. 19:30 Uhr.Leitung: Pfarrer Siegfried Finkbeiner, Thomas Moser, Pfarrer Ital Schadewaldt, Pfarrer Eberhard Schwarz

Dienstag, 15.Januar 2019, 18:00 – 19:30 Uhr, Hospitalkirche

Vom Seelengrund – wo Gott und Mensch sich begegnen

„Seelengrund“ ist eine der wichtigsten Metaphern der christlichen Mystik, weil Gott und Mensch sich hier besonders nahe kommen. Meister Eckhart und Johannes Tauler entwickeln daraus entscheidende Impulse ihrer Spiritualität.

MIT Siegfried Finkbeiner

Dienstag, 29. Januar 2019, 18:00 – 19:30 Uhr, Hospitalkirche

Hans Jonas – Gott der Zukunft

Hans Jonas, der Religionsphilosoph schreibt: „Mit Erscheinen des Menschen erwacht Gott zu sich selbst und begleitet des Menschen Tun … mit Freude und Enttäuschung. Der Mensch gibt dem Antlitz Gottes … Vollendung und Gott gibt sich leidend, mitleidend in das Abenteuer des Werdens – und zwar gänzlich“. Wir wollen dem Gott nach Auschwitz nachgehen, nachsinnen, dem Allmacht die Begrenzung seiner Macht zugunsten der Freiheit des Menschen ist.

MIT Ital Schadewaldt

Dienstag, 12. Februar 2019, 18:00 – 19:30 Uhr, Hospitalkirche

Jan van Ruusbroecs Lehre der Mystik

Der flämische Priester Jan van Ruusbroec (1293 – 1383) gilt als der bedeutendste belgische Mystiker und wurde schon zu seinen Lebzeiten hoch verehrt. In einer Einsiedelei gründete er 1343 mit anderen Priestern eine Gemeinschaft, um nach der Regel der Augustinerchorherren ein Leben in Kontemplation und seelsorgerischer Tätigkeit zu führen. Seine Schriften haben sich bereits früh in ganz Europa verbreitet und namhafte Mystiker*innen beeinflusst.

MIT Thomas Moser

Dienstag, 26. Februar 2019, 18:00 – 19:30 Uhr, Hospitalkirche

Madeleine Delbrêl – Mystikerin der Straße

Poetin-Sozialarbeiterin-Mystikerin: das sind nur drei der zahlreichen Attribute, die Madeleine Delbrêl kennzeichnen. Mitten in der säkularisierten Welt, in den Banlieues von Paris, versuchte sie »Gott einen Ort zu sichern«. Wer ist diese Frau, die so radikal damit Ernst macht, Gott mitten im Alltag zu entdecken?

MIT Eberhard Schwarz

Dienstag, 26. März 2019, 18:00 – 19:30 Uhr, Hospitalkirche

Du durchdringest alles – Gebet im Alltag bei Gerhard Tersteegen

Tersteegen ist einer der wichtigsten Wegbereiter einer evangelischen Spiritualität. Für das eigene Beten und Meditieren finden wir bei ihm viele Anregungen, die sich in seiner Begleitung und seinem Briefwechsel mit vielen Suchenden bewährt haben.

MIT Siegfried Finkbeiner

Dienstag, 09. April 2019, 18:00 – 19:30 Uhr, Hospitalkirche

Dietrich Bonhoeffer – Nachfolge

»Ich dachte, ich könnte glauben lernen, indem ich selbst so etwas wie ein heiliges Leben zu führen versuchte. Als das Ende dieses Weges schrieb ich wohl die ›Nachfolge‹. Heute sehe ich die Gefahren dieses Buches, zu dem ich allerdings nach wie vor stehe, deutlich« schreibt Bonhoeffer aus seiner Gefängniszelle - sieben Jahre nach der Veröffentlichung des 1937 erschienenen Werkes, das tief aus der Frömmigkeitsgeschichte der »imitatio Christi« aus zwei Jahrtausenden schöpft.

MIT Eberhard Schwarz

Dienstag, 30. April 2019, 18:00 – 19:30 Uhr, Hospitalkirche

Anthony de Mello (1931-1987) - Wertschätzung des Körpers

Als Jesuit war er spiritueller Lehrer mit einem guten Schuss Humor. Viele Weisheitsgeschichten hat er veröffentlicht. Viele Kurzgeschichten hat er selbst verfasst. Er legte Wert auf Achtsamkeit für den Körper und die gegenwärtige Welt. Nur dort ist Gott zu begegnen. Die Weisheiten anderer Religionen nahm er auf. Wir können seiner Weisheit nachsinnen und vielleicht auch mit dem Körper hören.

MIT Ital Schadewaldt

Dienstag, 21. Mai 2019, 18:00 – 19:30 Uhr, Hospitalkirche

Fritz Mauthner - der letzte Tod des Gautama Buddha

Kritisch setzt sich der Autor in seinem Buch mit der einsetzenden Popularisierung buddhistischen Gedankenguts auseinander. Ähnlich wie Hermann Hesse bringt er einen besonderen Akzent in die Lebensgeschichte Gautama Buddhas - mit einer deutlichen Kritik an seinen Nachfolgern und Schülern.

MIT Siegfried Finkbeiner

Dienstag, 04. Juni 2019, 18:00 – 19:30 Uhr, Hospitalkirche

Czesław Miłosz - Epiphanien des anderen Raums

Ein ganzes Schriftstellerleben lang sah sich der polnische Dichter und Literaturnobelpreisträger von 1980, Czesław Miłosz, auf der Suche nach der geistlichen Heimat der innerlich Verletzten, Entwurzelten und Leidenden. Seine Dichtung, seine Reflexionen sind eine Spurensuche nach dem Aufscheinen jener anderen Dimension unseres Daseins, die William Blake "Das Land Ulro" nannte, und zugleich ein spiritueller Weg in jenen anderen Raum, dessen Koordinaten die christliche Botschaft gibt.

MIT Eberhard Schwarz

Dienstag, 25. Juni 2019, 18:00 – 19:30 Uhr, Hospitalkirche

Dorothee Sölle (1929-2003) - Mystik des Todes

Sie schreibt: »Ich wehre mich gegen ein Verständnis des Lebens, das die Endlichkeit, die Sterblichkeit negiert. Der Tod soll ins Leben einbezogen werden. Ohne ihn können wir nicht eintreten in den Kreislauf der Erde.« Es geht ihr nicht darum, das Alltägliche hintan zu stellen, sondern um Gott nahe zu sein im Leben und im Sterben. Es geht ihr um die Einsamkeit. Denn der Tod hat vor der Liebe Respekt. Dem nachzuspüren, ist wichtig auch für unser Leben.

MIT Ital Schadewaldt

Dienstag, 16. Juli 2019, 18:00 – 19:30 Uhr, Hospitalkirche

Die Mystik Hadewijchs

Hadewijch lebte im 13. Jahrhundert und gilt als die bedeutendste niederländische Mystikerin. Ihr Werk umfasst Gedichte, Briefe und das »Buch der Visionen«. In diesem Buch beschreibt sie insbesondere den Prozess ihrer fortschreitenden Annäherung an Gott. Außerdem beschäftigt sie sich mit der Frage, wie man Gott gegenüber jene Liebe entwickeln kann, welche ihm gebührt.

MIT Thomas Moser